Lachen
am 29. September 2009 unter Aleister Crowley abgelegtvon Aleister Crowley
Der bei allen mystischen Systemen gleiche Defekt vor dem Æon, dessen Gesetz Thelema ist, ist der, daß dort kein Platz für das Lachen ist. Aber die Verzweiflung der trauernden Mutter und die Melancholie des sterbenden Mannes wurde durch das vertrauensvolle Lächeln des unsterblichen Kindes in den Abyss gespült.
Und da gibt es keine kritischere Vision in der Karriere des Adepten von Horus, als der universale Witz.
In dieser Trance akzeptiert er die Formel von Osiris voll, und in dem Akt transzendiert er sie; der Speer des Centurio geht harmlos durch sein Herz, und das Schwert des Henkers streift nutzlos seinen Nacken. Er entdeckt, daß die Tragödie, aus dem so viele Zeitalter gemacht wurden, gerade eine Farce für das Vergnügen eines Kindes ist. Der Schlag kommt hart, nur um wieder grinsend aufzustehen mit einem “Hoppla, hier bin ich wieder!” Der Kirchendiener, der Henker und der Teufel sind auch bloß Gesellen dieses Spieles.
Und dann, nach dem er dachte, daß alle diese Tragödien wirklich genug waren, ist die Essenz seiner Erkenntnis, daß sie für ihn doch nicht so wahr sind, wie er dachte; sie sind bloß eine Art Phänomen, so interessant und so nichtssagend machtlos, um ihn wie jedes andere Geschick zu berühren. Sein persönlicher Kummer war seinem leidenschaftlichen Beharren auf Kontemplation bedeutungsloser Anfänge von Begebenheiten angemessen, als wären sie wirklich Realität und wichtig, in der wirklich unendlichen Masse von Manifestationen.
So ist es, daß das Wahrnehmen des kosmischen Witzes direkt zum Verständnis der Idee des Selbstes als Gegensatz zum Universum führt und zur selben Zeit Eins mit ihm, Schöpfer desselben und fern von ihm; dieser dreifältige Status ist, wie bekannt, eine der notwendigen Stufen des Samadhi. ( Dies ist der Höhepunkt eines der zwei wichtigsten Kapitel der Bhagavadgita. )
Darin gibt es auch noch einen zusätzlichen Wert. Die Idee des Lachens beinhaltet die Idee der Grausamkeit, wie es schon viele Philosophen gezeigt haben; und dies ist zweifellos der Grund, warum es in den mystischen Schulen der Bemitleidenswerten von ihren langweiligen Lehrplänen ausgeschlossen wurde. Die einzige Antwort ist, die Achseln in lächelnder Verachtung zu zucken. Denn auf diesen Fels und keinen anderen sind sie mit ihren kleinen Booten gestrandet, einer nach dem anderen, inmitten des Ozeans von “********* gedasma”(1). Die Natur ist voller Grausamkeit; ihre Höhepunkte der Freude und des Sieges sind durch Lachen markiert. Es ist die wahre physiologische Explosion und Entspannung einer Spannung, die es hervor bringt. Nebenbei, solche Drogen wie Cannabis Indica und Anhalonium Lewinii, welche wirklich den “Gürtel der Seele löst, damit sie atmen kann”, bewirken unmittelbares Lachen als eines ihrer charakteristischen Effekte.
Oh diese große und gesunde Verachtung des begrenzten Selbstes, welches im Sinne Gargantuanischen Mißverhältnisses in diesem Lachen wahrgenommen wird! Wirklich erschlägt es, in fröhlichstem kannibalischen Schwelgen, das saure, schwarz gekleidet missionarische, ernsthafte Selbst, und wirft es in einen Topf. Hihi – die Stimme der Zivilisation – der Verkünder des Gottes der Weißen – brodel, brodel, brodel. Wirf noch eine handvoll Weiser hinein, Bruder! Und der süß duftende Rauch steigt auf und verschleiert mit auserlesen scheuer Verführung die schamlosen Körper der Sterne!
Über all diesem als praktischen Wert – seit die Wegweiser bei jeder Abzweigung nur VORSICHT lauten – direkt durch die Kraft dieses geschlagenen Selbst hervorbrechend, ist der Gebrauch von Lachen als ein Wächter vor dem Wahnsinn. Wie leicht ist es für die Scharlatane der Rhetorik den kleinsten Enthusiasmus der Seele zu verführen! Welche Hilfe haben wir, sofern wir nicht den Witz haben, sie für lächerlich zu halten? Da gibt es kein Limit für den Abgrund an Idiotie, worin uns diese Quacksalber stoßen wollen – unser einziger Schutzreflex ist der automatische Witz unseres Sinnes für Humor!
Robert Browning war dem Königreich Gottes nicht weit entfernt, als er schrieb:
Freut euch, daß der Mensch
geschleudert wird
Unaufhörlich von Wechsel zu Wechsel
Daß seiner Seele Schwingen sich
nicht entfalten.
Und hier ist nach allem ein wenig Salz im Spott von Juvenals “Satur est cum dicit Horatio ‘Evohe!”(2) Denn es muß hier festgestellt werden, daß ein jeglicher Mensch seinen Gefährten Hilfe und Trost durch Trauer brachte.
Nein, der universale Witz, auch wenn er keine wahre Trance ist, ist ganz sicherlich ein Mittel der Gnade, und oft bestätigter Hauptbestandteil der universalen Erlösung.
Zurück zu Browning, zu den kühnen letzten Worten die er schrieb, während das Schicksal seine letzten Jahre zählte:
Grüße das Ungesehene mit Jubel
Biete ihm die Stirn, Brust und Rücken
Was immer du willst.
Amen.
Würde die Welt verstanden sein
Würdest du sehen, sie ist gut.
Ein Tanz zu einem feinen Takt!
Ja gewiß! Laßt uns mit dem nun plötzlich überraschenden Wort eines Engels aus The Vision and the Voice enden, der den Seher, der in eine feierliche Trance glitt, verließ, mit dem fröhlich lachenden Vers – “Ich aber gehe tanzen!”
Die Tafeln des Gesetzes? Bah! Solvuntur tabulæ – risu! (3)
(1) ungezähltes Lächeln
(2) “Horaz war gut gesättigt, als er ‘Evohe’ rief!”
(3) Laßt uns die Tafeln zerbrechen! – Mit Gelächter!
Aus ‘Little Essays Toward Truth’, First edition published privately by O.T.O. London 1938 e.v.
Übersetzt von Fra*Sobek-Ra
Tags: Aleister Crowley, Evohe, Horus, Magick, Ordo Templi Orientis, Osiris, ThelemaSTILLE
am 29. September 2009 unter Aleister Crowley abgelegtvon Aleister Crowley
Von all den magischen und mystischen Kräften, von all den Gnaden der Seele, von all den Errungenschaften des Geistes, wurde nichts so mißverstanden, auch wenn mit allem gesegnet, wie die Stille.
Es wäre nicht möglich die gewöhnlichen Irrtümer aufzuzählen: nein, es mag gesagt werden, daß selbst daran denken in sich selbst ein Irrtum ist; denn seine Natur ist pures Sein, um es auch so auszudrücken, Nichts, so daß es sich hinter allem Intellektualismus oder Intuition befindet. So kann denn das äußerste dieses Essay bloß eine Art Wächteramt sein, als ob es ein Bereich der Loge sei, in dem das Geheimnis der Stille konsumiert werden kann.
Bezüglich dieser Haltung gibt es eine solide traditionelle Autorität; denn Harpokrates, Gott der Stille, wird Der Herr der Verteidigung und des Schutzes genannt.
Aber seine Natur ist in keiner Weise die passive und negative Stille welches das Wort gewöhnlich bedeutet; denn er ist der Ewig wandernde Geist; der reine und vollkommene fahrende Ritter, der alle Rätsel beantwortet und das geschlossene Portal der Tochter des Königs öffnet. Aber Stille im gewöhnlichen Sinne ist nicht die Antwort auf das Rätsel der Sphinx; es ist das, was durch die Antwort geschaffen wird. Denn Stille ist das Gleichgewicht der Perfektion; so daß Harpokrates die Urform ist, der universale Schlüssel zu jedem Mysterium. Die Sphinx ist das Rätsel, die feminine Idee zu der es bloß ein Gegenstück gibt, immer in der Form unterschiedlich und immer in der Essenz identisch. Dies ist die Bedeutung der Geste dieses Gottes; es wird viel klarer in seiner erwachsenen Form, als der Narr des Tarot gesehen und als Bacchus Diphues, und ohne Zweideutigkeit, wenn er als Baphomet erscheint.
Wenn wir noch weiter in seinen Symbolismus eindringen ist die erste Qualität, die unsere Aufmerksamkeit erregt, zweifellos seine Unschuld. Nicht ohne tiefe Weisheit wird er Zwilling von Horus genannt; und dies ist das Æon von Horus: er ist es, der Aiwass sandte um sein Kommen zu verkünden. Die vierte Kraft der Sphinx ist die Stille; für uns, die wir nach dieser Kraft als die Krone unseres Werkes streben, wird es von äußerstem Wert sein, seine Unschuld und seine Fülle zu erlangen. Wir müssen allerdings zu erst verstehen, daß die Wurzel moralischer Verantwortung, über die der Mensch blödsinnigerweise sich selbst lobt, da sie ihn von den Tieren unterscheidet, Beschränkung ist, welches das Wort der Sünde ist. Tatsächlich ist da Wahrheit in der hebräischen Fabel, daß das Wissen von Gut und Böse den Tod bringt. Unschuld wiederzugewinnen ist Eden wieder-zugewinnen. Wir müssen lernen ohne dieses mörderische Bewußtsein zu leben, daß jeder Atemzug, den wir machen, die Segel unseres gebrechlichen Bootes schwellen läßt, um uns näher zum Hafen unseres Grabes bringen. Wir müssen unsere Angst durch Liebe besiegen; erkennend, daß jede Handlung ein Orgasmus ist und deren totaler Erfolg nichts als Geburt ist. Und: Liebe ist das Gesetz: so muß jede Handlung Rechtschaffenheit sein und Wahrheit. Durch bestimmte Meditationen wird dies verstanden und festgestellt werden; und dies sollte so vollständig getan werden, daß wir uns unserer Heiligkeit nicht bewußt werden, denn nur dann wird Unschuld vollkommen. Dieser Zustand ist in der Tat eine notwendige Bedingung jener wirklichen Kontemplation, die wir für gewöhnlich als die erste Aufgabe des Aspiranten begreifen: die Lösung der Frage “Was ist mein wahrer Wille?” Denn bis wir unschuldig werden können wir sicher sein, daß wir ständig mit einem Regelwerk von scheinbar Richtigem oder Falschem über unseren Willen richten; in anderen Worten, wir sind fähig unseren Willen von Außen zu kritisieren, wobei Wahrer Wille wie eine Fontäne von Licht von Innen hervorspringen sollte, und ungeprüft, kochend vor Liebe, in den Ozean des Lebens fließen sollte.
Dies ist die wahre Idee von Stille; es ist unser Wille, der hervorkommt, vollkom-men elastisch, sublim, um jeden Zwischenraum des Universums der Manifestation zu füllen, welches er auf seinem Wege trifft. Da ist kein Abgrund zu groß für seine unermeßliche Stärke, keine Enge zu schwierig für seine gelassene Subtilität. Er paßt sich mit perfekter Präzision jeder Notwendigkeit an; sein Fließen ist die Garantie seiner Treue. Seine Form wird stetig variiert durch jene besondere Unvollkommenheit mit der sie zusammentrifft: seine Essenz ist in allen Fällen identisch. Und immer ist der Effekt seiner Aktion Perfektion, das ist Stille; und diese Perfektion ist immer dieselbe, vollkommen zu sein, doch immer unterschiedlich, weil jeder Fall seine eigene besondere Quantität und Qualität darstellt.
Es ist unmöglich für die Inspiration etwa Dithyramben der Stille singen; denn jeder neue Aspekt von Harpokrates ist durch alle Ewigkeiten der Musik des Universums wert. Ich wurde einfach durch meine loyale Liebe zu dieser seltsamen Rasse geleitet, in der ich mich selbst inkarniert wiederfinde, um diese einfachen Verse des unendlichen Epos von Harpokrates zu verfassen, als wäre es eine Facette seiner fruchtbaren Brillianz die ein höchst erwünschtes Licht brach, um auf meinen dunklen Eingang zu scheinen, zu seinem Schrein der strahlenden, unaussprechlichen Gottheit.
Ich preise das üppige Entzücken der Unschuld, die virile und allgestaltende Ekstase der All-Erfüllung; ich preise das gekrönte und erobernde Kind dessen Name Kraft und Feuer ist, dessen Subtilität und Stärke Gelassenheit hervorbringt, dessen Energie und Ausdauer vollenden die Erlangung der Jungfrau des Absoluten; und, wenn manifestiert, der Spieler auf der siebenfältigen Flöte ist, der Große Gott Pan, und, sich in die Vollkommenheit willentlich zurückziehend, wiederum die Stille ist.
Aus ‘Little Essays Toward Truth’, First edition published privately by O.T.O. London 1938 e.v.
Übersetzt von Fra*Sobek-Ra
Tags: Aleister Crowley, Bacchus Diphues, Magick, Ordo Templi Orientis, Schweigen, Sphinx, StilleMindmorph to the Harz
am 14. August 2009 unter Weltleben abgelegtWas sich nicht bewegt, steht still, Sein ist Stillstand, werden ist Bewegung.
Nicht, ich bin. Nein, ich werde. Nicht Hauptwort sondern Verb.
Die ewige Arbeit für die eigene Freiheit kann zur Sisyphosarbeit werden, wenn die Materie stillsteht und der Geist gezwungen ist den ewig gleichen Situationen gegenüber zu treten. Was macht man da? Yes, Mindmorph to the irgendwo. In diesem Fall der Harz.

Der ewige Kreislauf, der alte Schrott trifft neue Stahlträger. Das ewige Stahl sein, mal Träger, mal Fahrrad mal Auto.

Die gute alte Rast, schafft Abstand von der Hast.
yes, ein Rad.

Der Blick, am Fuss vorbei, aus dem Zelt heraus in die Berge hinein.
To the Harz.

Was klammert denn da an Fortunas Sockel?

Die Blasphemie den Gaben des positiven Schicksals gegenüber.
Die Vorstellung vom Glück und nicht das werden darin.

Stabskirche am Bocksberg

Der Rabe auf dem Feld der Toten.

Der 13. Oktober.
Reise

Bloss noch 1,6 KM bis zur schönen Aussicht…. das ist gut.

Wir haben sie gefunden, die schöne Aussicht.

Yes, wahrlich ein schöner Blick auf das gemütliche Bergarbeiter Städtchen Lautenthal.




Das sind die Eingänge durch welche die Kumpel das Silber für den Adel herbeigeschafft haben. War sicher kein leichtes Leben.

Zum Glück gibts das Harzer Grubenlicht, spendet Licht und innere Wärme.

Und nun den Nebelpfad entlang….

Den Berg hinab….

Am See vorbei….

Die Schlange entdeckt….

Die Sonne hinterm Baum geschaut….

Den Wanderpfad um Wolfshagen gegangen….

Felsenklippe bei Wolfshagen gesichtet….

Und back to the Base…in Wolfshagen.
Und morgen gehts back to hus….zwei Tage radeln…
Tags: Harz, Mindmorph, Reisebericht, Wahrheit, WolfshagenKymatica – Die wahre Geschichte der Welt
am 09. Juli 2009 unter Wissenschaft abgelegtEin sehr guter Film über die Entstehung des falschen Ich, die wahren Ursachen für den Zustand der Welt und der Sinn des Ganzen. Die Aufgabe der Schamanen für das Leben und die Folgen ihrer Vernichtung, ist nur ein interessanter Punkt zur Erklärung der vielen Irrungen und lebensfeindlichen Weltanschauungen der Menschheit.
Wissenschaftliches, Mythologisches und Politik wurde von den beiden Brüdern Ben und Dan Stewart sehr gut auf den Punkt gebracht.
Ich habe hier die deutsche Synchronfassung und die Originalfassung mit deutschen Untertiteln, wobei die Originalfassung nicht nur wegen der Vermeidung möglicher Übersetzungsfehler, sondern zusätzlich noch wegen der guten Musik zu empfehlen ist.
Kymatica – deutsche Synchronfassung
Yes, ein schrecklicher Akzent, oder doch Geschmackssache?
Kymatica – Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Tags: Aufklärung, Benjamin: Stewart, Doku, Evolution, Investigativ, Kymatica, Menschheit, Mindmorph, PolitikDie Methode der Wissenschaft -
das Ziel der Religion
Haiku zum Neujahr
am 04. Januar 2009 unter Haiku abgelegtJapanische Gedichtsform aus drei Zeilen und 17 Silben, aufgeteilt zu je 5-7-5 Silben. Sinn des Haiku ist es eine Situation oder ein Bild (Erlebnisaugenblick) so in Worte zu fassen, dass im Geiste des Lesers ein klares und wahres Bild ensteht.
Traditionsgemäß ist jedes Haiku einer bestimmten Zeit des Jahres zugeordnet, welches durch sogenannte Jahreszeitenworte (kigo) bekundet wird.
Ziel des Haiku ist es jedoch eine freie ich- und selbstlose (muga) Betrachtung der Welt zu erlangen um die Wahrheit des Augenblickes zu erkennen.
Haikus zum Neujahr
Am Neujahrsmorgen
Auf stillem Felde blieben
Die Lichter übrig.
Shiki (1867-1912)
Im Morgengrauen
Am stillen Meer auf einmal
Die ersten Krähen
Arô (geb. 1879)
Vom Neujahrshimmel
Als Glückwunsch leichter Schnee doch
Herniederrieselt!
Issa (1763-1827)
Zum neuen Jahre
Die Reihe Berge dort nun
Nichts weiter als Schnee.
Saisei (geb. 1889)
Am Neujahrstage
Verdorrte Astern frieren
Im Garten vorne.
Shiki (1867-1912)
Am Neujahrstag selbst
Steht dort doch unverändert
Der Lumpensammler!
Issa (1763-1827)
Als Kronjuwelen
Zum Jahresanfang wieder-
Die alten Läuse!
Issa (1763-1827)
Zum Neujahrshimmel
Die Begleitmusik machen
Wie einst die Spatzen.
Issa (1763-1827)
Am Neujahrstage
Macht ganz allein mir schmutzig
Den Schoss der Kater.
Jakurô
Es ward gescholten
Und schloss das Aug der Kater:
Des Frühlings Nahen.
Mantarô (geb. 1889)
Die ersten Krähen
Das Dach verlassen haben:
Ein guter Anfang.
Hyakken (gest. 1889)
Selbst vor dem Tore
Der Klause wird gefeiert
Des Winters Wende!
Bonchô (gest. 1715)
Ja doch, durchaus, wenn das mal nicht ein Werkzeug ist, um frei zu schauen und Mind zu morphen.
Weitere werden folgen….
nasty underwater fish bite finger
am 05. August 2008 unter Weltleben abgelegtSo kann es kommen, spiel mit groszem bösen Fisch, gib ihm Futter, sei lieb und er bedankt sich, indem er nicht nur alle Würste verputzt, sondern auch noch seinen Finger.
So ist das halt mit gutem Essen, man kriegt einfach nicht genug.
Aber mit ‘nen guten Arzt, ist das ja halb so wild…..
Tags: Asien, Diving, Mindmorph, Muräne, Tauchen, Weltleben“Free Tibet”-Flaggen by Made in China
am 03. Mai 2008 unter China abgelegtWas entdecke ich da Vorgestern auf Welt Online, China produziert Tibetfahnen.
Eine Fabrik in Guangdong stellte doch tatsächlich Tibetfahnen her, ohne das sich jemand darüber bewußt gewesen ist.
Arbeiter aus der Fabrik sagten, sie hätten die Bedeutung nicht realisiert. Sie hätten gedacht, sie stellten einfach nur bunte, farbenfrohe Flaggen her.
Der Fabrikbesitzer erzählte der Polizei, dass die Herstellung der Flaggen von außerhalb Chinas in Auftrag gegeben wurde und dass er nicht gewusst habe, dass sie für die geforderte Unabhängigkeit Tibets stünden.
Aus Die Welt, siehe Link.
So kann es kommen, da wird einer als Bösewicht deklariert, keiner darf was über ihn wissen und am Ende helfen sie ihm durch die Produktion billiger Flaggen.
Willkommen in Schilda.
Quelle: Welt Online
Tags: Bösewicht, China, Guangdong, Politik, Schilda, Schildbürger, Tibet, TibetfahnenAlbert Hofmann ist Tod
am 30. April 2008 unter Personen abgelegtNun ist es auch mit unserem Albert (* 11. Januar 1906 in Baden, Aargau; † 29. April 2008 in Burg im Leimental) soweit gekommen, sein materieller Körper hat sich wieder der Materie zugewandt aus welcher er entstammt. Mehr als 102 Jahre besuchte er unsere Welt, brachte uns eines der potentesten Werkzeuge, um den Menschen, in Einklang mit seinen Wurzeln, in der Evolution voranzutreiben. Er begleitete sein Kind um es nun den freien und intelligenten zu überlassen, das erworbene Wissen, über dieses Molekül, Intelligent einzusetzen.
Psychedelic Drugs are not for every brain – only the healthy, happy, wholesome, handsome, hopeful, humorous, high-velocity should seek these experiences. This elitism is totally self-determined. Unless you are self-confident, self-directed, self-selected, please abstain.
Dr. Timothy Leary
Ich bin wirklich kein Freund der Bildzeitung, aber wie soll es anders sein, die erste Nachricht, welche ich über seinen Tod erhalte, kommt von bild.de, LSD-Entdecker mit 102 Jahren gestorben.
Das zeugt doch wohl von einer Sympathie, durch alle Schichten, seiner Person und seiner Botschaft gegenüber.
Bleibt bloß noch eine gute Reise zu wünschen.
Gute Reise
Tags: Albert Hofmann, LSD, LSD-Entdecker, Molekül, PsychedelikJoshua Abraham Norton – Kaiser der Vereinigten Staaten
am 23. April 2008 unter Personen abgelegtWer hätte das gedacht, Amerika und ein Kaiser, aber das ist durchaus ein Teil von Amerikas Geschichte.
Joshua Abraham Norton, geboren irgendwann zwischen 1811 und 1819 in Priorslee (heute Telford), Shropshire, England (147 Meilen nordwestlich von London), ernannte sich am 17. September 1859 zum Kaiser der Vereinigten Staaten und Schutzherr von Mexico.
Viel weiß man nicht man nicht, über Kaiser Norton und seine Zeit, bevor er nach San Francisco kam. Das genaue Datum seiner Geburt ist entweder der 14. Februar 1819, der 17. Januar 1811 oder das Jahr 1818, welches von seinem Vater, bei der Einreise in Südafrika, angegeben wurde.
Was man ziemlich sicher weiß ist, das er als Baby 1820 mit seinen Eltern nach Algoa Bay, am Kap der guten Hoffnung in Südafrika, auswanderte, sein Vater dort als Geschäftsmann für Schiffszubehör arbeitete und dort, 1848, verstarb. Zu dieser Zeit hatte Joshua Abraham Norton $40.000 Dollar Vermögen, welches ihm seine Familie hinterlassen hatte.
Das war zur Zeit des Goldrausches, zu welcher alle Welt nach Colorado zog, um dort das Glück zu suchen. Ebenso auch der Josh, allerdings nicht um Gold zu suchen, sondern um als Geschäftsmann tätig zu werden, worin er anfangs auch sehr erfolgreich war.
Zu dieser Zeit beginnen die ersten sicheren Aufzeichnungen, welche man über den Kaiser hat.
1849 reiste Joshua Abraham Norton auf dem holländischen Segelschoner Franziska in San Francisco ein.
Anfangs machte Norton gute Geschäfte und vervielfachte sein anfängliches Vermögen von $40.000 Dollar auf $250.000 Dollar, wodurch er eine respektable Persönlichkeit und Mitglied der Freimaurer Occidental Lodge #22, wurde.
Im Jahr 1855 war Joshua Abraham Norton auf dem Höhepunkt seiner Karriere und wurde bereits zu dieser Zeit von einigen seiner Freunde “Emperor” genannt.
Zu dieser Zeit brach in China eine große Hungersnot aus und der Export von Reis aus China wurde gestoppt, worin Norton ein gutes Geschäft, durch den Import von günstigen Reis aus Peru, sah. Das war sein Fehler. Er dachte, kein Reis mehr aus China = Preise steigen. In Peru Reis billig. Also dort kaufen und große Gewinne daheim einfahren, soweit Richtig, wenn es denn so sein soll.
Gedacht, getan, Norton investierte sein gesamtes Vermögen in eine Schiffsladung Reis aus Peru, und wäre die Rechnung aufgegangen, Norton hätte noch reicher und noch respektabler werden können, nur ging sie leider nicht auf, denn dieser Schiffsladung Reis folgte die nächste und dieser ebenso, also Reis satt, die Preise fielen wieder, welches man von der Höhe seines Vermögens auch sagen konnte.
Die nächsten drei Jahre verbrachte Joshua Abraham Norton bei Gericht bis er schließlich 1858 völlig Bankrott war.
Daraufhin packte Joshua Abraham Norton seine paar Habseligkeiten und verschwand für neun Monate. Wohin und was er während dieser Zeit machte, darüber ist nichts bekannt, es fiel allerdings jedem auf, das seine Persönlichkeit danach sehr verändert war.
Als er im Sommer 1859 zurückkehrte, schritt er Stolz mit einer Biberfellmütze, Uniform und Krönungsinsignien durch die Strassen von San Francisco, für die Mehrheit der Leute war er offensichtlich Verrückt geworden.
Er selber war, inspiriert durch seinen Misserfolg und die momentane Situation in den Vereinigten Staaten, zu der Ansicht gelangt das ein Land, welches beginnt sich als imperiale Macht zu verstehen auf der anderen Seite aber mit Selbstinteressen der Parteien, Korruption und endlosen Debatten über Nebensächlichkeiten zu kämpfen hat, nicht in der Lage ist diesem Status gerecht zu werden.
Was Amerika fehlte, war eine Monarchie, wie es das britische Imperium vormachte, welches seiner vollen Bewunderung sicher war.
Am 17. September 1859 war die Zeit gekommen, Kaiser Joshua Abraham Norton betritt das Büro vom San Francisco Bulletin und präsentierte dem Redakteur der Zeitung seine Proklamation, welche am nächsten Tag auf der ersten Seite, unter der Überschrift “Have We An Emperor Among Us?“, abgedruckt war.
“At the pre-emptory request of a large majority of the citizens of these United States, I Joshua Norton, formerly of Algoa Bay, Cape of Good Hope, and now for the last nine years and ten months past of San Francisco, California, declare and proclaim myself the Emperor of These United States, and in virtue of the authority thereby in me vested do hereby order and direct the representatives of the different States of the Union to assemble in Musical Hall of this city, on the 1st day of February next, then and there to make such alterations in the existing laws of the Union as may ameliorate the evils under which the country is laboring, and thereby cause confidence to exist, both at home and abroad, in our stability and integrity.”
“Norton I, Emperor of the United States.”
“Auf Nachfrage einer großen Mehrheit der Bevölkerung von diesen Vereinigten Staaten, ich Joschua Norton, stammend aus Algoa Bay vom Kap der guten Hoffnung und nun seit neun Jahren und zehn Monaten in San Francisco, Kalifornien, erkläre und ernenne mich selbst zum Kaiser dieser Vereinigten Staaten,….”
Gelegentlich fügte er noch den Titel “Protector of Mexico” bei.
Seit diesem Tag begrüssten die Leute auf der Strasse Kaiser Norton I mit tiefen Verbeugungen und Knicksen.
Kaum einen Monat nach seiner Ernennung zum Kaiser, erschien die nächste Proklamation, am 12. Oktober 1859, im San Francisco Bulletin.
“It is represented to us that the universal suffrage, as now existing throughout the Union, is abused; that fraud and corruption prevent a fair and proper expression of the public voice; that open violation of the laws are constantly occurring, caused by mobs, parties, factions and undue influence of political sects; that the citizen has not that protection of person and property which he is entitled to by paying his pro rata of the expense of government – in consequence of which, WE do hereby abolish congress, and it is therefore abolished; and We order and desire the representatives of all parties interested to appear at the Musical Hall of this city on the first of February next, and then and there take the most effective steps to remedy the evil complained of.”
Kaiser Norton I regierte durch seine Proklamationen, obwohl es ihn nicht störte, wenn diese nicht beachtet wurden, dann wurden sie eben den Bedürfnissen der Untergebenen angepasst.
Der Kaiser erhob Steuern, welche von vielen gerne bezahlt wurden, er druckte sein eigenes Geld, womit er in den meisten Restaurants bezahlen konnte. Am Vorabend des Bürgerkrieges ordnete er die vorübergehende Auflösung der Union an, und zur Ernennung der Preußischen Monarchie 1872 gab es auf seinen Wunsch ein einwöchiges Dankesfest. Bay Area Newspapers kämpfte um die Ehre “des Kaisers Proklamationen” abdrucken zu dürfen, welches sie gelegentlich dazu trieb diese, gegen den Willen des Kaisers, zu erfinden und ihn damit zu erzürnen. Politiker umwarben ihn, und diejenigen, welche ihn öffentlich diffamierten mussten damit rechnen Wählerstimmen einzubüßen.
Als am 27. Januar 1867 der übereifrige Polizist Armand Barbier ihn wegen Landstreicherei verhaftete, gab es einen Aufstand unter seinen Untergebenen so das dem amtierenden Chef der Polizeibehörde, Patrick Crowley, nichts anderes übrig blieb als sich bei seiner Majestät zu entschuldigen und ihn unverzüglich freizulassen.
Seit diesem Tag salutierten die Polizisten von San Francisco, wenn ihnen der Kaiser auf der Strasse begegnete, so wie es der nötige Respekt, seiner Majestät gegenüber, verlangte.
Einen Kaiser so wie es der Kaiser Joshua Abraham Norton I von Amerika war, gab es wahrscheinlich nur sehr wenige in der Geschichte der Monarchien dieser Welt.
Kaiser Norton erledigte alle seine Amtsgeschäfte selber, machte täglich seinen Rundgang durch die Strassen von San Francisco, schlichtete, gab Ratschläge, spielte mit den Kindern und war in vielen Angelegenheiten des täglichen Lebens ein gefragter Ansprechpartner.
Er benötigte kein Geld, da seine Unterkunft von der örtlichen Freimaurerloge bezahlt wurde, er in sämtlichen Restaurants von San Francisco stets einen Tisch reserviert bekam und seine Währung dort akzeptiert wurde. Die Theater von San Francisco, reservierten stets drei Plätze für ihn und seine beiden Hunde, Bummer und Lazarus.
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Kaiser Norton und seine beiden Hunde, Bummer und Lazarus, welche er adoptierte und fortan den gleichen Ruhm wie der Kaiser genossen. |
Notes from Imperial Goverment of Norton I
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Kaiser Norton I. Herrschaft über Amerika dauerte 21 Jahre und sein Einfluss ist bis in die heutige Zeit bemerkbar.
Die Bay Bridge von San Francisco nach Oakland, wurde bereits 1872 vom Kaiser erdacht und war Thema einer seiner Proklamationen.
Aus der deutschen Wikipedia
In der Sache, dass wir einen Befehl aussprachen, die Bürger von San Francisco mögen finanzielle Mittel zur Prüfung des Brückenprojekts von Oakland und ebenso für einen Tunnelbau bereitstellen und feststellen, welches Projekt das bessere sei; und weil die genannten Bürger bisher den genannten Befehl ignorierten; und weil wir fest entschlossen sind unserer Autorität Nachdruck zu verleihen;
Deshalb befehlen wir hiermit die Festnahme beider Räte der Stadtväter durch die Armee, sollten sie sich uns weiter widersetzen.
Mit königlich-kaiserlichem Siegel, San Francisco am 17. September im Jahre 1872.
Die Ausgabe Nr. 57 der Comic-Serie Lucky Luke mit dem Titel Der Kaiser von Amerika widmet sich mit vielen witzigen Details der Person Kaiser Nortons.
Die Folge 222. Der Kaiser von Amerika, der Western Serie Bonanza handelt allein über den Kaiser Norton I..
Der selbsternannte Kaiser von Amerika, Joshua Norton, sucht Zuflucht auf der Ponderosa. Der Minenbesitzer Crawford will ihn nämlich für unzurechnungsfähig erklären lassen. Norton bittet Ben, vor Gericht seine Verteidigung zu übernehmen.
Der ehrwürdige Orden des Diskordia nahm ihn als Heiligen zweiter Klasse an, dem höchsten Titel, welche eine inkarnierte Person einnehmen kann.
Jeder versteht Mickey Mouse. Wenige verstanden Hermann Hesse. Nur eine Handvoll verstanden Albert Einstein. Und niemand verstand Kaiser Norton.
Der Tod des Kaisers: Le Roi Est Mort
Am Abend des 8. Januar 1880, als der Kaiser auf dem Weg zu einer Vorlesung an der Academy of Science war, brach dieser auf der Straße zusammen und war noch vor dem eintreffen des Krankenwagens Tod.
Am folgenden Tag veröffentlichte der San Francisco Chronicle auf seiner Titelseite einen Nachruf unter der Überschrift „Le Roi Est Mort“ („Der König ist tot“). Der Ton des Artikels war trauernd und respektvoll: „Auf dem elenden Pflaster, im Dunkel einer mondlosen Nacht im tropfenden Regen…, verstarb Norton I., von Gottes Gnaden Kaiser der Vereinigten Staaten und Schutzherr von Mexiko“.
Der Morning Star, eine andere führende Zeitung in San Francisco, veröffentlichte einen Leitartikel mit fast identischer Überschrift: „Norton der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser dieser Vereinigten Staaten und Schutzherr von Mexiko, verstorben“.
Kaiser Norton I. starb ohne jegliche materielle Reichtümer, er hatte ca. $5 bis $6 Dollar bei sich als er starb und weitere $2,50 Dollar in seinem Zimmer.
Dieses Vermögen reichte natürlich nur für ein Armenbegräbnis, welches dem Kaiser nicht würdig gewesen wäre. Also schritt der Pacific Club, eine Vereinigung von Geschäftsleuten, ein, um dem Kaiser eine würdige Bestattung zu ermöglichen.
Man sagt, dass „…alle Klassen dem Kaiser Respekt zollten, vom Kapitalisten zum Armen, vom Verkäufer bis zum Dieb, von den feingekleideten Damen bis zu denen, denen man die Herkunft aus üblen Gegenden ansah“
Einige Aufzeichnungen sprechen von bis zu 30.000 Menschen, die die Straßen säumten, als der Sarg zum Friedhof gebracht wurde und dass der Leichenzug, der dem Sarg folgte, zwei Meilen lang gewesen sei. Der Kaiser fand seine erste Ruhestätte auf dem Freimaurerfriedhof von San Francisco.
Im Jahre 1934 wurden die Gebeine des Kaisers umgebettet. Kaiser Norton I. ruht nun auf dem Woodlawn-Friedhof in Colma, Kalifornien. Der Grabstein bezeichnet ihn als „Norton I., Kaiser der Vereinigten Staaten, Schutzherr von Mexiko“. Im Januar 1980 gab es in San Francisco eine Reihe von Zeremonien und Gedenkveranstaltungen anlässlich des 100. Todestages des einzigen Kaisers der Vereinigten Staaten.
Links:
Wikipedia
A Story Of Emperor Norton
Emperor Norton















